Wittgenborn. Der ROK Cup Germany biegt auf die Zielgerade ein. Beim vierten von fünf Saisonläufen in Wittgenborn haben sich die Favoriten für die Meisterschaften 2026 deutlich positioniert. Während in drei Klassen die Tabellenführer mit komfortablen Vorsprüngen nach Mülsen reisen, wartet bei den Mini ROK ein hochspannender Dreikampf. Die endgültigen Entscheidungen fallen am 6. September beim Saisonfinale.
Mini ROK: Rieso meldet sich mit Doppelsieg zurück
Vincent Oliver Rieso war in Wittgenborn der bestimmende Fahrer der Mini ROK. Nach der Pole Position gewann er sowohl das Prefinale als auch das Finale. Noah Elyas Kim belegte in beiden Rennen Rang zwei. Leon Kamrad wurde Dritter im Prefinale und nach einer Zeitstrafe Fünfter im Finale.
Damit könnte die Ausgangslage vor Mülsen kaum enger sein: Kamrad und Kim führen mit jeweils 142 Punkten, Rieso folgt mit 133 Zählern. Rechnerische Titelchancen besitzen nur noch diese drei Fahrer.
Trotz seines Rückstands besitzt Rieso eine starke Ausgangsposition: Er kann maximal 183 Meisterschaftspunkte erreichen, Kim 171 und Kamrad 169. Zwei zweite Plätze in Mülsen würden Rieso unabhängig von den Ergebnissen seiner Konkurrenten zum Titel reichen.
Junior ROK: Utsch mit klarem Matchball
Bei den Junior ROK begann Wittgenborn erneut stark für Leonard Utsch. Der Tabellenführer holte die Pole Position und gewann anschließend das Prefinale vor Martin Nemeth und Phil Lindemann.
Im Finale schlug Ben Elias Reimer zurück und siegte vor Lindemann und Utsch.
Utsch führt die Meisterschaft nun mit 186 Punkten deutlich vor Reimer (134), Nemeth (129) und Lindemann (119) an. Damit reist Utsch als klarer Titelfavorit zum Finale. Rechnerische Chancen auf Platz eins besitzen noch Reimer und Nemeth, während auch der Kampf um die weiteren Podiumspositionen offen bleibt.
Senior ROK: Perfektes Wochenende für Becker
Maxim Becker ließ bei den Senior ROK in Wittgenborn nichts liegen. Pole Position, Sieg im Prefinale und Sieg im Finale bedeuteten die Maximalausbeute. Marcel Nowak wurde in beiden Rennen Zweiter, im Finale komplettierte Pascal Knipp das Podium.
Mit nun 186 Punkten führt Becker deutlich vor Knipp (139) und Nowak (121). Becker geht damit als großer Favorit in das Saisonfinale, auch wenn Knipp und Nowak rechnerisch noch Chancen auf den Titel besitzen.
Expert ROK: Dischner baut Führung weiter aus
Auch bei den Expert ROK gab es einen Doppelsieger. Christian Dischner gewann Prefinale und Finale jeweils vor Maximilian V. Hartke und Harald Heinisch.
Dischner reist mit 195 Punkten als Spitzenreiter nach Mülsen. Hartke folgt mit 161 Zählern und ist der einzige Fahrer, der ihn rechnerisch noch vom Titel verdrängen kann. Heinisch liegt mit 129 Punkten auf Rang drei.
Mehr als Meistertitel: Attraktive Förderpreise für die ROKKER
Beim Saisonfinale geht es nicht nur um die vier Meisterschaften. Der ROK Cup Germany bietet seinen Fahrern gemeinsam mit seinen Partnern ein umfangreiches Förderpaket.
Die Top 2 der Mini ROK, die Top 3 der Junior ROK und Senior ROK sowie der Meister der Expert ROK erhalten Tickets für das ROK Superfinale 2026 in Lonato. Hinzu kommen je nach Klasse Einladungen zu den Förder- und Sichtungsprogrammen der German Karting Series.
Besonders attraktiv ist das Paket bei den Senior ROK: Der Meister erhält vom Polo Cup Germany die Einschreibegebühr für die Saison 2027 im Wert von 10.000 Euro. Zusätzlich werden die drei bestplatzierten Senior-ROK-Fahrer zu einem exklusiven Testtag des Polo Cup Germany eingeladen.
Eine weitere Chance auf den Einstieg in den Automobilsport bietet die gemeinsam von AvD-ACV GKS Pro, ROK Cup Germany, RHEOSOL und Dutt Motorsport organisierte Formel-4-Testfahrt. Dafür qualifiziert sich der beste Fahrer der ROK-Klassen ab 14 Jahren – ausdrücklich auch aus der Junior ROK.
Showdown am 6. September
Damit ist für ein spannendes Saisonfinale alles angerichtet. Utsch, Becker und Dischner reisen als klare Meisterschaftsführende nach Mülsen, während bei den Mini ROK Kamrad, Kim und Rieso nur neun Punkte trennen.
Am 6. September entscheidet sich auf dem Motorsport Arena Mülsen nicht nur, wer die ROK-Cup-Germany-Meistertitel 2026 gewinnt – sondern für zahlreiche ROKKER auch, wer sich Tickets und Förderchancen für den nächsten Schritt seiner Motorsportkarriere sichert.